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Hochwassernetzwerk

Ansprechpartner

Frau
Silke Meyer

s.meyer@vulkaneifel.DRK.de

Tel: 0170 87 29 800
Leopoldstr. 34
54550 Daun

Die Ausgangslage

In Folge eines Unwetters vom 14.7.2021 und dadurch ausgelösten Hochwassers wurde der Lebensraum und die Existenzgrundlage vieler Bürgerinnen und Bürger in der Vulkaneifel nachhaltig beschädigt oder zerstört. Bei jedem starken Regen mit Unwetter sind die Menschen im Alarmzustand, schlimme Erinnerungen kommen in ihnen hoch. In der Beratung der DRK-Hochwasserhilfe berichten die Menschen jetzt: „Ich höre den Regen ganz anders als früher, viel lauter, ich habe Angst“

Die Ursachen

Die Studie der World Weather Attribution (WWA) zum Starkregen in Westeuropa im Juli 2021 kommt zu dem Schluss, dass die Wahrscheinlichkeit für solche extremen Regenfälle sich durch den bisherigen menschengemachten Temperaturanstieg um das 1,2 bis 9-Fache erhöht hat. Auch die Intensität der extremen Niederschläge ist demnach zwischen 3 und 19 Prozent gestiegen. Die Forschenden warnen davor, sich von der großen Bandbreite ihrer Ergebnisse dazu verleiten zu lassen, die Folgen der Klimaerwärmung zu unterschätzen.

Die Richtung sei eindeutig. Maarten van Aalst, Leiter des Klimazentrums des Internationalen Roten Kreuzes in Den Haag und ebenfalls an der Attributionsstudie beteiligt, sagte im Deutschland Funk (Dlf): „Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass es immer wichtiger wird, auch solche extremen und sehr seltenen Ereignisse zu berücksichtigen. Denn durch den Klimawandel werden sie künftig wahrscheinlicher.“

Bäche in der Vulkaneifel beobachten und bewerten

Zum aktuellen Pegelstand bitte auf das Bild klicken

Der Klimawandel hat schon jetzt enormen Einfluss auf unseren Lebensraum und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Steigende Temperaturen, veränderte Niederschläge und zunehmende Wetterextreme werden zu unserem Alltag gehören und wir müssen lernen, mit diesen Folgen des Klimawandels besser umzugehen. Hochwasservorhersage und frühzeitige Warnungen ermöglichen rechtzeitige Schutzmaßnahmen und werden überlebenswichtig. Das aktuelle Messnetz überwacht nur die Pegelstände der großen Flüsse. Bei lokalen Starkregenereignissen sind es aber auch die kleinen Fließgewässer in der Nähe, die über die Ufer treten und Schaden anrichten.

Unser Handlungsansatz

Vor diesem Hintergrund soll unser Projekt "Bürger messen ihre Bäche selbst" einen Beitrag leisten zur Steigerung der Resilienz jedes Einzelnen und der Gemeinschaft. In Deutschland sind Programme, die den Ansatz der community resilience aufgreifen, bislang nicht verbreitet. Diese hätte eine maßgebliche Stärkung der gemeinschaftlicheren Fähigkeiten zur Katastrophenvorsorge und -bewältigung zur Folgen.  

Mit einer, von der Hochschule Trier Umwelt Campus Birkenfeld entwickelten Technik, stoßen wir ein Bürgerprojekt Hochwassernetz Vulkaneifel. Bürger*innen in der Vulkaneifel werden vor Ort selbst tätig und überwachen den Bach in Nähe von Haus und Hof per Messstation.

Dazu haben wir in Zuasmmenarbeit mit unseren Partnern, ein Pegel - System im Oberlauf der Kyll in Jünkerath eingerichttet. 

Zur praktischen Messung des Pegelstands an der Kyll wird ein optimierter Ultraschallsensor eingesetzt. Oberhalb der Wasseroberfäche ist dieser an  der Brücke befestigt und hier liefert ein Sensor eine analoge Spannung, die proportional zum Wasserpegel ist. Dazu wurde mit der Citizen-Science-Box ein wasserdichtes Gehäuse und eine autarke Energieversorgung entwickelt. Vorteil dieses Sensors ist die eingebaute Intelligenz, um Temperatur und Wellengang zu kompensieren. Untersuchungen zur Stabilität und Querempfindlichkeit bei EnviroDIY.

 

 VOLLBILD

Kooperations- und Netzwerkpartner*innen

Foto: pixabay.com

Nur in Zusammenarbeit mit unseren Netzwerkpartner*innen ist es uns möglich, diese Ziele zu erreichen. Wir errichten keine offizielle Pegel, sondern sind Teil einer Initiative zur Stärkunng der Resillenz der Menschen und Gemeinden. Wir betreiben Education (Bildung) durch die Förderung von MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) an Schulen, im Ausbildungsbereich und im Ehrenamt.

Alle technischen Komponenten stammen aus dem Maker-Bedarf, die Software wird spielend einfach grafisch programmiert und das verwendete Funknetz kann von interessierten Bürgerinnen und Bürgern selbst erweitert werden. Ideale Voraussetzungen, um zu zeigen: Mit MINT können wir unsere Zukunft selbst gestalten.

Die Kommunen geben die Erlaubnis, das System in ihrer Infrastruktur zu montieren, Schülerinnen und Schüler fertigen die Teile im Unterricht und lernen die neuste Technologie kennen, das Reparatur-Café wartet die Technik, Ehrenamtliche werten die Daten aus und stellen den Anliegern die aktuellen Stände  zur Verfügung.

Unsere  Netzwerkpartner*innen in dem Projekt Hochwassernetzwerk 

Hochschule Trier Umwelt-Campus

Ortsgemeinde Jünkerath

BBS Gerolstein 

Wie geht es weiter?

Nehmen Sie bitte mit Ihrem Ansprechpartner vor Ort, siehe oben rechts, Kontakt auf.